
Die Grünen fordern in ihrem Wahlprogramm die Verbannung aller religiösen Symbole aus den Schulen. Damit kochen Sie eine Debatte wieder auf, die sie vor 13 Jahren mit der Forderung, unverzüglich alle Kreuze aus den Klassenzimmern zu entfernen, bereits einmal verloren haben.
Herrmann: „Magerl ist sich nicht zu schade, im Schatten des Kreuzes gegen die 3. Startbahn zu demonstrieren und gleichzeitig das Kreuz als Symbol der christlich-abendländischen Kultur in Europa mit Füßen zu treten!“ Diese Beliebigkeit spricht für sich selbst.
Die Begründung des Beschlusses der Grünen ist die Interpretation, dass das Kopftuch ein Zeichen der Unterdrückung der Frau ist. Das ist auch die Begründung für das Verbot, aber eben nicht weil das Kopftuch als religiöses Zeichen interpretiert wird. Dagegen verwahren sich auch viele Muslime.
Die Gleichsetzung dieser Interpretation des Kopftuchs mit christlichen Symbolen, dem Kreuz, der Kleidung von Nonnen und Priestern etc. ist eine Provokation und Diskriminierung des christlichen Glaubens.
Die zweite Begründung ist die Toleranz gegenüber allen Religionen, Weltanschauungen etc. Die Botschaft der Grünen lautet. Alles ist gleichwertig, die Kampfsymbole der Taliban ebenso wie der Habit der Armen Schulschwestern.
Wer wie die Grünen den laizistischen Staat will, will einen anderen Staat, eine andere Gesellschaft und eine andere Verfassung. Die Bayerische Verfassung stellt in Art. 131 Abs. 2 die obersten Bildungsziele klar: „Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor den religiösen Überzeugungen und vor der Würde des Menschen“. Wenn die Grünen ehrlich wären, müssten sie fordern, oberstes Bildungsziel ist Beliebigkeit und ein „mitmenschliches Allerweltsblabla“.
Herrmann: „Ich stehe für Toleranz, nicht für Beliebigkeit. Liberalitas bavarica ist das Gegenteil von Multi-Kulti, einem alten Traum der Grünen. Die Symbole der christlich-abendländischen Kultur stehen für Werte wie Solidarität, Gerechtigkeit und Toleranz. Diese dürfen wir uns nicht nehmen lassen.“
Unsere Gesellschaft leidet derzeit im Besonderen an einer Ermüdung des Wertebewusstseins. Wir orientieren uns zu sehr an egozentrischer Sorglosigkeit des Genießens im Hier und Jetzt, am Super-Individualismus, der zur Bindungsunfähigkeit und zur Selbstzerstörung von Familie und Gesellschaft führt. Umso wichtiger ist die Werteerziehung in den Schulen, die mit einer von grüner Ideologie geprägter Beliebigkeit ins Gegenteil verkehrt wird.
Mit ihrer Festlegung im Wahlprogramm haben die Grünen ihr wahres Gesicht erneut überdeutlich gezeigt. Ein wahltaktisches Zurückrudern kann darüber nicht hinwegtäuschen.




