Verfasst von: Florian Herrmann | 7. Juli 2009

Ortstermin des Landtags in Erlau

Ortstermin in Erlau

Ortstermin in Erlau

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Umweltausschusses Dr. Christian Magerl und dem Mitberichterstatter Tobias Thalhammer sowie unserem Bundestagsabgeordneten Franz Obermeier, Bürgermeister Rudi Schwaiger und den Fachleuten der zuständigen Behörden habe ich heute an einem Ortstermin des Umweltausschusses des Bayerischen Landtages in Erlau teilgenommen.

Behandelt wurden die Eingaben von Siegfried Haberl und Adolf Adelsperger bzgl. der Trassenführung der geplanten Nordostumfahrung Freisings von der B301 bis zur B11. Gegenstand sind die Bedenken bzgl. der trassenbedingten Zerstörung eines Biotops im Bereich der neu geplanten Straße. Wir besichtigten dazu, leider bei strömendem Regen, den Bereich der geplanten Straße etwa zwei Kilometer südlich von Erlau.

Den Petitionen der Anwohner zugrunde liegt das auch aus meiner Sicht berechtigte Interesse, die Nordosttangente Freisings so zu trassieren, dass auch Erlau umfahren wird. Nach derzeitiger Planung ist dies aber nicht der Fall. Grund für die Trassenführung ist vor allem, dass bei sämtlichen Alternativen, die Erlau umfahren würden, in FFH- und Landschaftsschutzgebiete eingegriffen würde. Das von den Erlauer Bürgern hervorgehobene Biotop hat im Vergleich dazu nicht dieselbe „Wertigkeit“, so dass es gegenüber anderen Belangen „abgewogen“ werden kann. Das Beispiel dieser Streckenplanung zeigt, welch hohen Stellenwert FFH- und Landschaftsschutzgebiete im Gegensatz zu den Belangen der Anwohner haben.

Der Umweltausschuss wird in seiner nächsten Sitzung über die Petitionen entscheiden, ihnen voraussichtlich aber nicht stattgeben, sondern sie als Material für die Planfeststellung an die Staatsregierung weiterleiten.


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