Verfasst von: Florian Herrmann | 13. Juli 2009

CSU-Kreistagsfraktion zur Grünen Gentechnik: Anbau Nein, aber Ja zur Forschung!

Epidemiologie_4Der Freisinger Kreistag wird sich in seiner Sitzung am 23. Juli mit der Grünen Gentechnik beschäftigen. Die CSU-Kreistagsfraktion ist für eine ausgewogenen Positionierung in dieser Frage, die man zusammenfassen kann mit den Stichworten: „Anbau Nein, aber Ja zur Forschung!“

Zunächst halten wir es für notwendig, dass der Kreistag vor einer Beschlussfassung Experten zu diesem Thema zu Wort kommen lässt. Kaum ein Thema ist emotionaler besetzt und zu kaum einem Thema herrschen mehr Missverständisse und Halbinformationen vor. Daher sollte über die Chancen und Risiken der sog. Grünen Gentechnik ernsthaft und ohne Schaum vor dem Mund diskutiert werden. Wir erinnern uns noch gut an die aufgeheitzte Debatte um die sog. Rote Gentechnik, die heute niemand mehr verteufelt, gerade wenn es um die Synthese von Insulin und anderen medizinisch absolut anerkannten Anwendungen geht.

Hinsichtlich des Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Landwirtschaft gehen wir davon aus, dass dies in unserer Region nicht nötig ist und weder von den Verbrauchern noch von den Landwirten für nötig erachtet wird. Ganz im Gegenteil. Die Risiken können wir derzeit noch nicht hinreichend abschätzen und eine wirtschaftliche Notwendigkeit gibt es in unserer Breiten nicht. Gleichzeitg bekennen wir uns aber zur Forschung auf diesen Gebieten. Diese ist notwendig und richtig. Wir dürfen hier den internationalen Anschluss nicht verlieren und haben an der TU München am Standort Weihenstephan weltweit anerkannte Fachleute, deren Arbeit wir für wegweisend halten. Der Landkreis Freising soll und darf sich nicht gegen Forschungseinrichtungen stellen, die die Attraktivität der Region Freising mitbestimmen.

Wir halten nichts von einer Verhetzung dieser Forschung und der damit befassten Forscherinnen und Forscher. Ebenso wenig halten wir von der ideologisierten Ausrufung einer „gentechnikfreien Zone“, was auch immer das sein soll, gerade angesichts von notwendigen Futtermittelimporten (z.B. Sojaschrot) und medizinischen Anwendungen unter Verwendung von gentechnisch veränderten Produkten. Daher haben wir einen differenzierten und umfangreich begründeten Antrag eingereicht, für den wir eine Mehrheit im Kreistag gewinnen wollen. Sie können ihn hier nachlesen.


Einen Kommentar hinterlassen

Ihre Antwort:

Kategorien