Verfasst von: Florian Herrmann | 27. Oktober 2009

Eindrucksvoller Besuch in Tiflis (Georgien)

Im Gespräch mit Ministerpräsident Gilauri

Im Gespräch mit Ministerpräsident Gilauri

Am vergangenen Wochenende habe ich Georgien besucht und zahlreiche Gespräche mit Vertretern des Staates, der Kirche und der Wirtschaft geführt.

Zusammengetroffen bin ich unter anderem mit dem Georgischen Ministerpräsidenten Nika Gilauri und dem Kultusminister Nicholas Rurua sowie den Abgeordnetenkollegen Mikheil Machavariani (Vizepräsident des Georgischen Parlaments) und Giorgi Gabashvili (Vorsitzender des Bildungsausschusses). Beeindruckt war ich vor allem von den tiefgreifenden Reformen, die in den Jahren seit der Rosenrevolution im Jahre 2003 in Georgien umgesetzt wurden. Es war ein gewaltiger Kraftakt, die Transformation von Staat und Wirtschaft zu erreichen. Im Mittelpunkt stand die Bekämpfung der Korruption, die eine gerechte Daseinsvorsorge durch den Staat in der Sowjet- und Post-Sowjetzeit verunmöglicht hatte.

Mit den Vertretern der Business Association of Georgia sprach ich über die Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen bayerischen und georgischen Unternehmen. Ich werde dazu in Bayern Gespräche mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft führen.

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Beim Patriarchen Ilia II.

Beeindruckend war auch die Zusammenkunft mit dem Patriarchen der Georgisch-Orthodoxen Apostelkirche Ilia II. in Tiflis, der eine nationale Integrationsfigur für das Georgische Volk ist. Sein Hauptanliegen war die Unterstützung durch die europäischen Staaten hinsichtlich der abgespaltenen Regionen (Abchasien, Süd-Ossetien) mit dem Ziel einer Wiedervereinigung ganz Georgiens.

Das Besuchsprogramm, das der Rektor der Universität Tiflis, Prof. Dr. Giorgi Khubua, zusammengestellt hatte, mit dem ich seit seinem Aufenthalt in Freising vor fünf Jahren befreundet bin, führte darüber hinaus nach Mzetka, der früheren, 3000 Jahre alten Hauptstadt Georgiens, und Sighnaghi, einer Stadt im Osten des Landes (Kachetien).

Zentrales Anliegen der Reise war auch die Vertiefung der Kooperation zwischen der Staatlichen Universität Tiflis und der TU München. Zwischen beiden Universitäten war Anfang September ein Kooperationsvertrag in Freising-Weihenstephan unterzeichnet worden. Daher nahm auch eine hochrangige TUM-Delegation an der Reise teil (Präsident Herrmann, Kanzler Berger und Vizepräsident Wülbern). In verschiedenen Gesprächsrunden wurden konkrete Möglichkeiten der verstärkten Kooperation ausgelotet, beispielsweise im Bereich der Hochschulverwaltung.

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Sameba-Kathedrale in Tiflis

Es war eine hochinteressante Reise in ein im Aufbruch befindliches Land. Die Anstrengungen der Georgier, die Transformation von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft in ein demokratisches und freies Land ohne Korruption und Oligarchien seit 2003 zu vollenden, haben unsere Unterstützung verdient. Der enge Kontakt nach Freising und zur TU München sind hierfür ein wichtiger Schritt. Weitere müssen folgen, u.a. beim intensiveren Kontakt von Unternehmen in Bayern und Georgien.


Antworten

  1. mehr finden sie hier auf meinem Blog zum Thema Georgien: http://georgien.blogspot.com und auf meinem twitterfeed http://www.twitter.com/southcaucasus

    Gruss, Ralph


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