Dem Freisinger CSU-Ortsvorsitzenden Erich Irlstorfer ist es gelungen, den ehem. Bundesfinanzminister und CSU-Ehrenvorsitzenden Dr. Theo Waigel als Referent für den diesjährigen, traditionellen Neujahrsempfang zu gewinnen. Die Entscheidung war ein Glückgriff.
„Jetzt ist die beste aller Zeiten!“ Mit dieser plakativen Aussage startete Dr. Theo Waigel seinen historischen Rückblick und machte damit den 460 Gästen im vollen Asamsaal Mut für die Zukunft. Grundlage für den Optimismus sind für ihn vor allem die Erfolgsgeschichte der Europäischen Union und der Stabilitätsgarant Euro. Nur so nämlich sei die ökonomische Katastrophe verhindert worden: „Wir standen nur Zentimeter vor dem Abgrund!“ Die Krise, die ihren Ursprung in Amerika genommen habe, sei nur durch europäische Zusammenarbeit gemeistert worden.
Und Waigel (70) mahnte zur Demut: „Es gibt kein Perpetuum Mobile der Finanzwirtschaft. Es geht nicht immer nach oben. Die ökonomischen Modelle sind nur auf fünf Jahre zugeschnitten.“
Die in den USA entstandenen Probleme hätten in Europa auf Grund der existenten Kontrollorgane nicht in diesem Ausmaß entstehen können, wenngelich auch auf dem alten Kontinent besser aufgepasst hätte werden müssen: „Europa hätte eine funktionierende Finanzaufsicht gebraucht. Auch hier hat die Wirtschaftsprüfung versagt.“
Grund zur Sorge bestehe dennoch nicht, wie auch die deutsche und europäische Bewältigung der Finanzkrise belegt habe: „Ohne Euro wären wir in Europa in eine währungspolitische Anarchie verfallen. Der Druck durch den Stabilitätspakt der EU ist so hoch, dass Länder sich alles abringen müssen, um ihn zu halten.“
Auch Deutschland habe diesen früher mehrfach verfehlt. So sei nicht erst seit Euro-Einführung oder Wiedervereinigung der Kurs der CSU klar: „Halten Sie am Europakurs fest! Das ist das Markenzeichen unserer Partei seit 1946.
Für uns alle war es ein guter politischer Startschuss in das neue Jahr. Bei aller tagespolitischen Kurzatmigkeit, die uns immer wieder überkommt, hat Theo Waigel eine politische Standortbestimmung vorgenommen, die uns die großen politischen Zusammenhänge aufgezeigt hat. In vielen guten Gesprächen beim Buffet wurde das Referat dann vertieft.
Hier können Sie die Presseberichte aus Freisinger Tagblatt und Freisinger SZ nachlesen.













„Jetzt ist die beste aller Zeiten!“
Und das traut er sich fünf minuten vor dem Kollaps zu sagen ? Und der gute Herr Herrmann hat wohl auch noch nicht begriffen, dass die guten alten Zeiten vorbei sind. Der in den Medien propagierte Optimismus ist nichts weiter als eine Nebelkerze, das System kommt runter, weil die alten Parteien zu
lange gereizt haben.
Aber es ist auch ein bisschen niedlich, anzusehen wie die sich die graue Eminenz auf die Schenkel klopft und morgen schon abserviert wird.
Von: thomas am 22. Januar 2010
um 11:03
Was hat Theo da geraucht???
Von: Stimmer Andreas am 22. Januar 2010
um 11:06
Mit Mut und Zuversicht ins Jahr 2010 – CSU-Neujahrsempfang in Freising mit Dr. Theo Waigel
Von: we am 22. Januar 2010
um 11:10
Waigel, ein Wissender oder Unwissender?
Das ist hier die Frage. Für wen erzählt der so einen Mist?
Braucht man noch mehr? Ökonom der Deutschen Bank warnt vor Euro-Crash
Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, warnt: Griechenlands Schulden könnten die Euro-Zone zerstören. Nur der Sparkurs aller Euro-Länder, am besten gestützt durch einen Europäischen Währungsfonds, hilft laut Mayer. Für den Abbau der Schulden müssten die Europäer auch Teuerungen hinnehmen.
Kurzversion: Alle Euro-Staaten müssen gewaltig sparen, sonst crasht der Euro. Griechenland war nur ein Vorgeschmack.
Die EZB-Angst ist schon da: EU dementiert Hilfsdarlehen an Griechenland
[7:00] Der nächste Euro-Crash-Artikel: Euro im Abwärtssog der griechischen Tragödie.
Die riesige Staatsverschuldung Griechenlands, aber auch die großen Defizite in Italien und Portugal setzen den Euro unter Druck. Noch nie gab es innerhalb einer gemeinsamen Währungszone solch krasse Unterschiede. Experten beginnen, an der Konstruktion der Gemeinschaftswährung zu zweifeln.
Das europäische Multi-Kulti Toilettenpapier.
Von: Peter Raab am 22. Januar 2010
um 11:25
Zu Herrn Waigel: Es ist schlicht und einfach gelogen, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise erfolgreich gemeistert ist. Was man am Beispiel Griechenland sieht.
Wie realitätsfremd kann man nur sein??
In Sachen Bayern-LB hoffe ich dass die Gerichte bzgl. der CSU-Hypo-Alpe-Adria Debakel mal genauer hinsehen und prüfen und die betreffenden kriminellen Elemente hinter Schloss und Riegel kommen.
Das kann auch ehemalige Ministerpräsidenten miteinschliessen, gell Herr Stoiber und Herr Beckstein?!
Oder aber die Verursacher dieser Milliarden-Verschwendung von Steuerzahlergeldern zahlen es aus ihrem PRIVATEN Vermögen, das wäre eine Alternative (3.7 Mrd….)
Aber was interessiert einen schon das Geld fremder Leute (der Steuerzahler), wenn man es mit vollen Händen ausgeben kann und damit die nachfolgenden Generationen, also auch meine (bin 25 Jahre jung) dauerhaft ruiniert und in die Verschuldung führt.
Von: Andreas am 22. Januar 2010
um 11:25
Gratuliere zum Stargast!
Schön, dass er im nachhinein weis, was richtig und falsch war.
Sie treten immer noch voller Überheblichkeit und Selbstherlichkeit auf, verlangen aber von den bürgern Demut.
Zitat:
„Halten Sie am Europakurs fest! Das ist das Markenzeichen unserer Partei seit 1946-
———–
Nein liebe Leute, euer Markenzeichen ist —
“Hype—Hypo -Huber-Kumpelei-und Klungelei -überall. Bescheidenheit sieht anders aus.
Haltet euch mal den Spiegel vor, dann werdet ihr vor euch selber erschrecken. Wo seid ihr gelandet?
Weigel habe ich mal gewählt, das stinkt mir heute noch. Nicht ahnend, dass auch er ein Diener der
Hochfinanz ist, die uns das größte Desaster der Nachkriegszeit eingebrockt hat. Der die Gesetze mit gestaltet hat, die uns heute das Genick brechen. Kreditverkauf und Misswirtschaft überall und allerorten.
Herr Weigel, was haben sie dagegen- oder in waiser Vorrausicht dafür getan?
Richtig, sie haben den Boden für die heutige Missere bereitet, in dem unsere Kinder versinken..
Das ist ein Grund zum Feiern, Herr Weigel ist somit ein Glücksfall als Stargast. Herzlichen Glückwunsch!
Zitat:
Theo Waigel eine politische Standortbestimmung vorgenommen, die uns die großen politischen Zusammenhänge aufgezeigt hat. ——-
-Antw:
Hoffentlich haben sie auch alle verstanden.
Von: Melanie G. am 22. Januar 2010
um 11:39
Hallo,
Zitat:
“Die Krise, die ihren Ursprung in Amerika genommen habe, sei nur durch europäische Zusammenarbeit gemeistert worden.”
Frage: welche Krise ist gemeistert worden?
Korrektur: Ursprung der “Krise” ist ja wohl nicht die USA, dort hat es lediglich den Auslöser gegeben. Hier haben wir es mit einer systembedingten Schuldenkrise zu tun, Ursprung bzw. Grund ist in unserem verlogenen Geldsystem zu suchen, hemmungslose Verschuldung und Vermögensumverteilung. Geldschöpfung durch private Banken, das arbeitende Volk wird rundweg verarscht.
Ja, sicher, halten wir am Eurokurs fest! Alles wird gut.
Von: Stefan Genn am 22. Januar 2010
um 12:10
Sehr geehrter Herr Herrmann,
zu dem Bericht über den Neujahrsempfang und den Aussagen von Herrn Waigel bleibt mein Mund offen stehen und mein Körper in einer Schockstarre verharrend.
Mittlerweile müsste doch jedem klar sein, dass das Experiment Euro und Europäische Union aus nachfolgenden Gründen missglückt ist:
1. Die teilnehmenden Staaten haben unterschiedliche Wirtschaftsleistungen, können nicht wie früher eigenständig ihre Währungen abwerten, können daher auch nicht dauerhaft die Stabilitätskriterien erfüllen und über die Hälfte der Staaten werden 2010 bis 2012 wegen Finanzierungsschwierigkeiten aufgrund Staatsanleihencrashs in den Staatsbankrott gehen. Die Euro-Währungszone wird wieder zerfallen.
2. Das momentane Zuschmeißen der Probleme mit Geld und die in den meisten Fällen ungerechte Umverteilung (Bankenbailouts) führt nur noch sicherer zum Kollaps des Geldsystems. Da wir ein Zinseszinssystem haben dessen Dauer sowieso begrenzt ist, kann man nach den letzten Maßnahmen schon das Krachen im Gebälk hören.
Was Herr Waigel da von sich gibt, kann man leider nicht mehr mit Optimismus beschreiben, sondern eher mit fehlender Weitsicht und Unkenntnis der Sachlage. Fachwissen in diesem Bereich kann man sich nicht auf irgendwelchen Parteitagen erarbeiten, sondern nur durch das Verstehen des Geldsystems.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, vielleicht können Sie ja dem ein oder anderen Parteikollegen noch die Augen öffnen.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Weber
Von: Thomas Weber am 22. Januar 2010
um 16:22